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Medienmacher als Medienthema

Zugegeben: Darauf sind wir schon ein wenig stolz. Unsere Pressemeldung zur Neugestaltung des Internetauftritts der Medienkooperative Südwest fand große Resonanz in Tageszeitungen und im Web.

So erschienen ausführliche Artikel etwa in der Wormser Zeitung, der Bürstädter Zeitung oder der Lampertheimer Zeitung. Meldungen gab es beispielsweise in der RHEINPFALZ und im Schifferstadter Tagblatt. Die Wormser Zeitung bietet ihren Text zusätzlich online an (http://www.wormser-zeitung.de/region/rhein-neckar/meldungen/6614062.htm).

Auch bei GENIOS German Business Information, dem größten elektronischen Angebot an deutschen Wirtschaftsinformationen, kann man Infos über die Medienkooperative abrufen. GENIOS ist ein Unternehmen der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH und der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH. Dieser Dienst ist allerdings kostenpflichtig, der Nutzer zahlt hier für den Genuss eines Artikels über die Medienkooperative Südwest immerhin 2,38 Euro. Wie beruhigend, dass unsere regelmäßigen Informationen für Sie vollkommen kostenlos sind.

Bernd Garving, 5. April 2009

 
Stromer der Woche
Ich gebe alles zu. Auf wunden Knien gestehe ich: Ich habe Böses getan. Ich habe meinem heimischen Stromlieferanten, den treu sorgenden Stadtwerken Schifferstadt, beim Begleichen der Jahresrechnung 2008 gute 10 Euro zuwenig überwiesen. Warum nur? Leichtsinnigkeit? Übermut? Fraglos – ich muss sühnen. 

Ein Mahnschreiben kommt mit der Post, verspricht Vergeltung. Aber ich werde enttäuscht. So sieht strikte Buße aus? Schon die Anrede „Sehr geehrter Kunde“ … viel zu milde. Meine befleckte Seele hätte ein deftiges „Angeklagter, stehen Sie auf, wenn Sie diesen Brief lesen!“ doch regelrecht genossen.

Auch eine sanfte Mahngebühr von 6 Euro bringt meinem schlechten Gewissen nicht die ersehnte Erlösung. Das sind moderate 60% Zuschlag. Zu sehr habe ich mich an happige Preiserhöhungen bei Strom und Gas gewöhnt.

Dann die Drohung, binnen einer Woche „die Versorgung gem. §19 Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV)“ zu „unterbrechen“. Gut, das ist ein wenig einfallsreicher, klingt aber dennoch saft- und kraftlos. In Zeiten, in denen uns die weltweite Finanzkrise täglich krass und derb zusetzt, muss man so was eindringlicher rüberbringen.

Sofort erscheinen drastische Visionen vor meinem geplagten inneren Auge. Trauernde Menschen vor toten TV-Bildschirmen. Mit leerem Blick klaubt die erschütterte Hausfrau abgetaute Lebensmittel aus dem sinnlos gewordenen Gefrierschrank. Ein älterer Herr liebkost seine stillgelegte Energiesparlampe. Solche Bilder gehören auf derartige Mahnschreiben. Dazu in fetter Schrift: Der Stromversorger warnt - Nichtzahlen gefährdet ihren Wohlstand! Das wäre überzeugende Abschreckung.

Außerdem: Könnte Schifferstadt nicht den Pranger am historischen Rathaus reaktivieren? Nichts würde mich doch effektiver zum sofortigen Begleichen meiner Restschuld bewegen, als die Vorstellung, dort öffentlich zur Schau gestellt zu werden, zitternd, mit reumütigen Augen, ein Holzschild um den Hals: Stromer der Woche.

Harald Helmut Weiss, 12. März 2009